Konstanzer Butzenlauf - Gemeinschaft der maskentragenden Vereine und Zünfte e.V.
Butzenlauffinale (Walter Kaiser 1991)

Historisches

Das "Butzenlaufen" ist ein altes, fasnächtliches Brauchtum im süddeutschen Raum, das zum Teil weit bis in das Mittelalter zurückgeht. Es ist eine der ursprünglichsten Formen, Fasnacht zu feiern. Beim "Butzenlaufen" gingen dabei - primär an den Fasnachtstagen - ein paar vermummte Gestalten/Personen verbutzt das heißt mit Larven, umher und trieben allerlei Schalk, Ulk und Witz mit den Bürgern.

Verschiedene historische Überlieferungen über die Konstanzer Stadtgeschichte berichten über das verbutzte Umhergehen einiger Bürger; so schrieb unter anderem der Stadtschreiber Jörg Vögeli wörtlich: "Im Jahre 1549 liefen drei Fasnachtsbutzen umher, was seit vielen Jahren schon nicht mehr geschehen war." Ein anderer Chronist, Ph. Ruppert, ein Gelehrter, berichtet um ca 1870, daß das Butzenlaufen und der alte Narren- schritt immer mehr in Vergessenheit geraten würde.

Je nach der wirtschaftlichen Lage, in der sich die Stadt Konstanz in den vergangenen Zeiten befand, wurde mehr oder weniger Fasnacht gefeiert. In manchen Jahren fand sogar keine Straßenfasnacht statt. Aber dennoch starb das verbutzte Fasnachtsspiel nicht aus. In neuerer Zeit erlebte es einen regelrechten Boom, was aber auf Kosten der Qualität ging. So sind es heute die larventragenden Zünfte/Vereine, die die ursprüng- lichste Form der Fasnacht, die Straßenfasnacht, pflegen und der Nachwelt erhalten wollen.

Die ständige Zunahme von larventragenden Zünften/Vereinen/Gruppen beweist aber auch, daß das Bedürfnis für diese Form der Narretei innerhalb der Bevölkerung groß ist. Diesem Verlangen versucht der Verein der maskentragenden Zünfte und Vereine Rechnung zu tragen und organisiert den Konstanzer Butzenlauf, bei dem ein einzigartiges und vielseitiges Butzenlaufen dem Zuschauer in der Narrenhochburg Konstanz dargeboten wird.

Nachforschung und © Markus Stengele